Sie möchten Immobilienmakler werden und suchen einen Einstieg hier in der Region – in Heidelberg, Mannheim oder im Rhein-Neckar-Kreis? Dann sind Sie in einer der spannendsten Immobilienregionen Deutschlands genau richtig. In diesem Leitfaden erfahren Sie, welche Voraussetzungen Sie wirklich brauchen, was sich 2026 geändert hat, wie viel Sie verdienen können und welcher Weg in den Beruf am besten zu Ihnen passt.
Inhalt
- Welche Voraussetzungen brauche ich?
- Erlaubnis nach § 34c GewO: Wann brauche ich sie?
- Neu seit 2026: Weiterbildungspflicht entfallen
- Akquisiteur, Verkäufer oder Allrounder?
- Was verdient ein Immobilienmakler?
- Angestellt oder selbstständig?
- Warum die Region Rhein-Neckar ideal ist
- So starten Sie in 5 Schritten
Welche Voraussetzungen brauche ich, um Immobilienmakler zu werden?
Die gute Nachricht zuerst: Immobilienmakler ist in Deutschland kein geschützter Ausbildungsberuf. Sie brauchen weder ein Studium noch eine bestimmte Ausbildung. Deshalb ist der Beruf so attraktiv für Quereinsteiger aus Vertrieb, Bank, Versicherung, Handel, Handwerk oder Gastronomie.
Was Sie wirklich brauchen, sind persönliche Eigenschaften:
- Freude am Umgang mit Menschen – Sie sprechen jeden Tag mit Eigentümern, Käufern und Mietern.
- Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit – es geht für Ihre Kunden oft um die größte finanzielle Entscheidung ihres Lebens.
- Ausdauer und Ehrgeiz – nicht jedes Gespräch führt sofort zum Auftrag.
- Lernbereitschaft – Recht, Bewertung, Finanzierung und Vermarktung lernen Sie im Job.
- Führerschein – Besichtigungen und Bewertungstermine finden in der ganzen Region statt.
Fachwissen lässt sich lernen – Freude am Kontakt mit Menschen dagegen kaum. Genau deshalb achten gute Maklerunternehmen bei Bewerbern mehr auf die Persönlichkeit als auf den Lebenslauf.
Erlaubnis nach § 34c GewO: Wann brauche ich sie?
Wer gewerbsmäßig Immobilien vermittelt, braucht eine Erlaubnis nach § 34c der Gewerbeordnung. Hier in der Region erteilt sie die IHK Rhein-Neckar. Voraussetzungen sind im Wesentlichen persönliche Zuverlässigkeit (unter anderem ein einwandfreies Führungszeugnis) und geordnete Vermögensverhältnisse. Eine Sachkundeprüfung ist für Makler bisher nicht vorgeschrieben.
Wichtig für Ihren Einstieg:
- Als Angestellter arbeiten Sie unter der Erlaubnis Ihres Arbeitgebers. Eine eigene Erlaubnis brauchen Sie nicht.
- Als selbstständiger Handelsvertreter benötigen Sie in der Regel eine eigene Erlaubnis. Ein gutes Maklerunternehmen unterstützt Sie beim Antrag.
Neu seit 2026: Die Weiterbildungspflicht für Makler ist entfallen
Bis Mitte 2026 mussten Immobilienmakler innerhalb von drei Jahren 20 Stunden Weiterbildung nachweisen. Mit dem Gesetz zum Bürokratierückbau in der Gewerbeordnung ist diese Pflicht weggefallen: Seit dem 24. Juli 2026 müssen sich Immobilienmakler nicht mehr regelmäßig weiterbilden. Für Wohnimmobilienverwalter bleibt sie bestehen.
Das senkt die Einstiegshürde – heißt aber nicht, dass Lernen unwichtig wird. Kunden erwarten Fachwissen zu Wertermittlung, Kaufvertrag, Energieausweis und Finanzierung. Achten Sie deshalb bei der Wahl Ihres Arbeitgebers darauf, wie die Einarbeitung und Weiterbildung organisiert sind.
Akquisiteur, Verkäufer oder Allrounder: Welche Rolle passt zu Ihnen?
In vielen Büros muss ein Makler alles können: Objekte finden, bewerten, vermarkten, besichtigen, verhandeln. Moderne Maklerunternehmen teilen diese Aufgaben auf, damit jeder seine Stärken ausspielen kann. Bei Heidelberger Wohnen gibt es drei Rollen:
1. Akquisiteur – der Einkauf
Der Akquisiteur sorgt für Objektnachschub. Er baut ein Netzwerk aus Tippgebern, Banken, Hausverwaltungen und Handwerkern auf, telefoniert Bewertungsanfragen nach, führt die Wertermittlung vor Ort durch und gewinnt den Maklervertrag. Ideal für Menschen, die gerne telefonieren und ein Nein sportlich nehmen.
2. Immobilienmakler als Verkäufer
Der Verkäufer übernimmt den gewonnenen Auftrag und führt ihn über Vermarktung, Besichtigungen und Preisverhandlung bis zum Notartermin – ohne selbst akquirieren zu müssen. Ideal für beziehungsstarke Menschen, die gut zuhören und Käufer sicher zur Entscheidung führen.
3. Immobilienmakler als Allrounder
Der Allrounder begleitet seine Kunden durchgehend – von der Akquise bis zum Notar. Diese Rolle passt zu Menschen, die sich ganz auf Ankauf und Verkauf konzentrieren wollen und dabei die Marke, das Backoffice und das Netzwerk eines etablierten Unternehmens im Rücken haben möchten.
Was verdient ein Immobilienmakler?
Laut StepStone liegt das Mediangehalt von Immobilienmaklern in Deutschland 2026 bei rund 49.200 Euro brutto im Jahr, die übliche Spanne bei etwa 41.600 bis 59.200 Euro. Das sind Durchschnittswerte für Angestellte – nach oben ist im Maklerberuf deutlich mehr möglich, weil ein großer Teil des Einkommens erfolgsabhängig ist.
Entscheidend für Ihr Einkommen sind drei Faktoren:
- Das Vergütungsmodell: Grundgehalt plus Provision oder reine Provision.
- Die Provisionsstaffel: Steigt Ihr Anteil mit dem Umsatz? Gibt es einen Deckel?
- Die Infrastruktur: Wie viele Objekte und Suchkunden bringt das Unternehmen mit? Ein Verkäufer mit stetigem Auftragsnachschub verdient schneller als ein Einzelkämpfer, der jeden Auftrag selbst suchen muss.
Angestellt oder selbstständig?
In der Festanstellung erhalten Sie ein festes Grundgehalt und zusätzlich Provision. Arbeitsplatz, Technik und Marketing stellt der Arbeitgeber. Das gibt Sicherheit – besonders in den ersten Monaten, in denen sich Ihre Pipeline erst aufbaut. Für Quereinsteiger ist das meist der beste Weg.
Als selbstständiger Handelsvertreter arbeiten Sie auf eigene Rechnung mit höherem Provisionsanteil und freier Zeiteinteilung – auch nebenberuflich. Dafür tragen Sie das unternehmerische Risiko selbst. Das passt zu erfahrenen Maklern und Vertriebsprofis.
Bei Heidelberger Wohnen können Sie für jede der drei Rollen zwischen beiden Modellen wählen.
Warum die Region Rhein-Neckar ideal für Ihren Start ist
Heidelberg, Mannheim und der Rhein-Neckar-Kreis gehören zu den gefragtesten Wohnlagen in Baden-Württemberg. Universität, Kliniken, Forschung und große Arbeitgeber sorgen für eine stabile Nachfrage nach Wohnungen und Häusern – von der Altbauwohnung in der Heidelberger Weststadt über das Reihenhaus in Wiesloch bis zum Mehrfamilienhaus in Mannheim-Neckarau. Für Sie als Makler heißt das: kurze Wege, viele Eigentümer und eine starke Käufernachfrage.
So starten Sie in 5 Schritten als Immobilienmakler
- Rolle wählen: Akquisiteur, Verkäufer oder Allrounder – was liegt Ihnen am meisten?
- Modell wählen: Festanstellung für Sicherheit oder Selbstständigkeit für Freiheit.
- Das richtige Unternehmen finden: Achten Sie auf Einarbeitung, Objektnachschub, Backoffice und eine faire, schriftlich geregelte Provision.
- Bewerben: Ein paar Sätze über Sie genügen für den ersten Kontakt.
- Einarbeitung nutzen: Begleiten Sie erfahrene Kollegen, bevor Sie eigene Termine übernehmen.
Immobilienmakler werden bei Heidelberger Wohnen
Seit 2011 in der Region, über 80 Verkäufe pro Jahr, zertifiziert nach DIN EN 15733 und eigene Sachverständige im Haus: Bei uns starten Sie nicht bei null. Wir suchen Akquisiteure, Verkäufer und Allrounder – Profis und Quereinsteiger, in Festanstellung oder selbstständig.
Häufige Fragen
Kann man ohne Ausbildung Immobilienmakler werden?
Ja. Der Beruf ist nicht geschützt. Für die Selbstständigkeit brauchen Sie die Erlaubnis nach § 34c GewO, als Angestellter arbeiten Sie unter der Erlaubnis Ihres Arbeitgebers.
Wie lange dauert es, bis man als Makler Geld verdient?
Vom Auftrag bis zur Provision vergehen oft mehrere Monate. Deshalb ist ein Grundgehalt in der Anfangszeit für viele Einsteiger die sicherere Wahl.
Kann ich auch nebenberuflich Immobilienmakler werden?
Ja, als selbstständiger Handelsvertreter ist ein nebenberuflicher Start möglich. Sie brauchen dafür in der Regel eine eigene Erlaubnis nach § 34c GewO.
